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Erstes deutsch-polnisches Standortkonzept in Arbeit
Prenzlau/ Stettin (spz). Zu einem zweiten Arbeitsgruppentreffen trafen sich am 15. Februar der Wirtschaftsverbund PAP (Prenzlau- Anklam- Pasewalk) und die Stadt Stettin im Rathaus der westpommerschen Hauptstadt. Anlass war ein Zwischenbericht der Dresdner Beratungsfirma inerconsult, die bereits im Januar 2007 mit der Erstellung einer Standortanalyse für die deutsch-polnische Grenzregion beauftragt worden war.
Vor vier Monaten hatten die drei deutschen Städte mit den dazugehörigen Landkreisen einen Kooperationsvertrag mit der Stadt Stettin unterschrieben, um das wirtschaftliche Zusammenwachsen des Grenzgebietes voranzutreiben. Mit dem gemeinsam erarbeiteten Standortkonzept, welches die deutschen und polnischen Vorteile der Region gleichermaßen herausstellen soll, erhoffen sich die Initiatoren eine steigende Attraktivität für Investoren. Rainer Dambach, Bürgermeister der Stadt Pasewalk betonte die historische Dimension des Vorhabens: „Es ist wichtig, dass Stettin wieder seine Rolle als natürliche Hauptstadt der Region erfüllt. Das ist nach all den Jahren der künstlichen Trennung schwierig“ sagte er. „Auch heute, mehr als 16 Jahre nach der Wende, ist noch lange nicht von einer deutsch-polnischen Grenzgesellschaft die Rede. Das wird uns aber nicht davon abhalten, ein solches Zusammenwachsen mit Projekten, wie der gemeinsamen Standortanalyse, zu forcieren“.
Derzeit gehören die Kreise im nordöstlichen Zipfel Deutschlands zu den Schlusslichtern der Bundesrepublik. Auch die polnische Wojewodschaft Westpommern ist von Abwanderung und hohen Arbeitslosenquoten betroffen. Doch die polnische EU- Mitgliedschaft seit 2004 und der Beitritt Polens zum Schengen Abkommen zu Jahresbeginn 2007, rückt die Grenzregion mehr und mehr in die Mitte Europas. Ihre Anbindung zum Ostseeraum und Funktion als Schnittpunkt zwischen westeuropäischen und mittelosteuropäischen Markt, macht die Euroregion Pomerania für in- und ausländische Investoren zunehmend attraktiv.
„Wir möchten uns als grenzüberschreitende Region mit der gesamten Vorteilspalette praktizierter Binationalität und interkultureller Kompetenz profilieren“ sagte Hans- Peter Moser, Bürgermeister der Stadt Prenzlau. „Dazu ist es zunächst wichtig ein einheitliches Bild nach außen zu transportieren und der Region ein Leitbild zu geben“. Eine endgültige Präsentation des deutsch- polnischen Standortkonzeptes von inerconsult wird Ende März erwartet.
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Ostseestraße B 109 wird beschildert
(PN/DB). Warum nicht über Land fahren? Für Wohnmobilfahrer ist die Ostseestraße B 109 noch immer eine lohnenswerte Alternative zur Autobahn. Für die rollenden Ferienwohnungen fällt das Argument der Schnelligkeit weg, ihre Fahrer legen oft mehr wert auf beschauliche Landschaften und das Erlebnis „Baumallee“. An die Genießer unter den Fahrern richtet sich das Angebot, das mit der Beschilderung der „Ostseestraße B 109“ geschaffen wurde.
In Prenzlau wurde am 3. November das erste Schild an der Bundes-straße eingeweiht. Es enthält Informationen über die Stadt, ihre Umgebung und einen Stadtplan. Inhaltlich ähnlich strukturiert und mit gleichem Design werden im kommenden Jahr Schilder in Pasewalk und Anklam aufgestellt. Die Bürgermeister der drei Städte verfolgen mit den Infotafeln eine städte- und gemeindeübergreifende Darstellung der Ostseestraße. Zusammen haben sie die Idee entwickelt und wollen sie nun gemeinsam mit den Orten entlang der Ostseestraße B 109 verwirklichen. Geplant ist, die komplette Strecke zwischen Berlin und Greifswald zu beschildern. Fast alle der 40 anliegenden Orte zwischen Wandlitz und Anklam haben ihr Einverständnis zur Teilnahme bereits signalisiert. „Es geht darum, eine Art Leitfaden zu legen und uns als Region nicht nur als Stadt zu verkau-fen. Wir wollen das Augenmerk der Leute auf die Gegend lenken, die sie sonst nur durchfahren“, sagte Pasewalks Bürgermeister Rainer Dambach. Um das zu erreichen, wurden nun ein gemeinsamer Internetauftritt und ein Logo entwickelt, welches bereits auf einigen Dienstfahrzeugen der Städte prangt. Daneben präsentieren sich Prenzlau, Anklam und Pasewalk, kurz „Wirtschaftsbund PAP“ gemeinsam auf regionalen Messen. Auch sonst arbeiten die drei Städte eng im Bereich der Wirtschaft und des Tourismus zusammen. Mit Projekten wie der „Ostseestraße 109“ versuchen sie ein überre-gionales touristisches Angebot zu etablieren.
Das einheitlich grüne Design der Hinweisschilder soll dafür sorgen, dass die Bundesstraße 109 als Ganzes wahrgenommen wird. Die Tafeln geben Auskunft über die örtlichen Freizeit- und Erholungs-möglichkeiten und sollen die Vorbeifahrenden zu einem Zwischen-stopp in diesen Orten animieren. Die beiden Prototypen in Prenzlau befinden sich am Bahnhof und am Eiscafe Parkplatz Neustädter Damm. „Sie dienen als Muster für alle weiteren. Wir wollen damit natürlich auch Folgetäter anstiften“, informierte Hans- Peter Moser, Bürgermeister der Stadt Prenzlau. In Pasewalk werden die Hinweis-tafeln wahrscheinlich an der Raststätte in der Anklamer Straße, die mit ihrer Umbenennung in „Ostseestraße B 109“ bereits auf die einheitliche Darstellung setzt, und in der Nähe der Asklepios-Klinik platziert werden. Der Wirtschaftsbund PAP plant zudem ein Falt-blatt der Themenstraße zu publizieren.
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| Der Anklamer Bürgermeister Michael Galander (v.l.), Rainer Dambach, Bürgermeister der Stadt Pasewalk und der Prenzlauer Bürgermeister Hans-Peter Moser, bei der Einweihung des 1. Schildes. Foto: Buche |
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| Der Anklamer Bürgermeister Michael Galander verziert seinen Dienstwagen mit dem Logo und Schriftzug „www.ostseestrasse.de“. Foto: Buche |
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| Erster Spatenstich |
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